Abitur-Entlassfeier 2026

29.06.26: Freude, Fahrenheit, Freiheit: Die WdG-Abiturientia 2026 feiern ihre Zeugnisse…
 

Das Ereignis ist, so formulierte es Schulleiter Jürgen Solf in seiner Ansprache, singulär im Leben, nicht wiederholbar, einmalig, exklusiv: Das Bestehen des Abiturs und der Moment, die Mappe mit dem Zeugnis entgegenzunehmen. Die Startrampe ins Leben, der Türöffner, das Zertifikat zur Aufnahme einer akademischen Karriere. Ein ganz klar nach vorne Richtung Zukunft gerichtetes Stück Druckwerk. Und doch, und zwar ganz genau im Moment der Verleihung, auch ein Impuls, noch einmal zurückzublicken auf 12 Jahre Schule, viele Situationen in Klassenzimmern und Fachräumen, dazu Ausflüge aller Art, Klassenreisen und Schulhofmomente, Begegnungen, Erfolge und Enttäuschungen, und ganz viel Miteinander, das sich festsetzt in den Strukturen der Persönlichkeiten der jungen Menschen, die nun in die Welt hinausgehen, sich an ihr ausprobieren: Eine Exedition ins Ungewisse. Jürgen Solf betonte die besonderen Zeiten, in denen wir leben, die großen Brüche, die Widersprüche, die Friktionen und Krisen, die ein Dasein in Freiheit, in Frieden, in Selbstbestimmung bedrohen – Werte, die es zu verteidigen gilt. Wir sind sicher, einen Jahrgang zu entlassen, der all dem gewachsen sein wird.

Der stehenden Gluthitze im Innenhof trotzend war es eine würdige, feierliche, entspannte und humorvolle Veranstaltung. Die einzelnen Profile hielten Rückschau auf vier Semester Oberstufe, nicht ohne die ein oder andere satirische Spitze, ohne die Schule ohnehin nicht objektiv zu fassen ist. Ebenso humorig die Beiträge der Profillehrer*innen mit einer Gattungsstreuung, die man in so manchem Abendunterhaltungsprogramm im TV vergeblich sucht, von der Qualität mal ganz zu schweigen.

Emma und Janne hielten eine nachdenklich-geistreich-flapsig-heitere Abiturrede voller witziger Anekdoten. Der Lehrer*innenchor sang Natasha Bedingfields „Unwritten“ als Hommage an die noch leeren Blätter all der Bücher, die 145 Abiturient*innen fortan mit der Tinte des tätigen Lebens beschreiben werden. Und mit Carl Spier wurde ein außergewöhnlicher Mathematik-Pädagoge in den endgültigen Ruhestand verabschiedet, Ovationen inklusive. Der Sektempfang im Nachgang mit vielen, vielen Menschen auf dem Schulgelände klang erst spät aus. 

Wir nehmen nun Abschied vom Abitur-Jahrgang 2026 und wünschen allen auf dem weiteren Lebensweg alles erdenklich Gute. (Fb)

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