Senator Andy Grote zu Olympia in Hamburg

16.02.26: 
Der Senator für Inneres und Sport Andy Grote spricht und diskutiert in der WdG-Aula über Hamburgs mögliche Olympia-Bewerbung…
 
Auf den letzten Metern liefert sich der Deutschland-Achter auf der Dove-Elbe ein Foto-Finish mit dem Boot aus Großbritannien; beim Beachvolleyball vor dem Millerntor-Stadion bejubeln Zehntausende das völlig chancenlose Team aus Bhutan; und in Bahrenfeld schlendern Athlet:innen aus aller Damen- und Herren-Länder durchs Olympische Dorf, während noch die letzten Restglühwürmchen des Eröffnungsfeuerwerks durch die Volksdorfer Horst fliegen…
 
Klingt auf den ersten Blick erst einmal verlockend, so olympische Spiele zwischen Elbchaussee, Roter Flora, Kleingartensiedlung in Poppenbüttel und dem Aperol-Spritz-Sonnenuntergang für alle auf den Alsterwiesen. Ob es dazu kommt, entscheiden die Hamburger Ende Mai in einem Referendum, einem Volksentscheid. 
 
Die Wandsbeker Bürgerschaftsabgeordnete Anja Quast hat zum viertel Mal Senator:innen nach Volksdorf eingeladen, die mit WdG-Schüler:innen in die Debatte gehen. Andy Grote positionierte sich eindeutig und machte in seinem Eingangsstatement deutlich, welche Chancen die Ausrichtung olympischer Wettbewerbe für Hamburg bieten könnte: Infrastruktur, Stadtgesellschaft, Bauen, Wohnen, Klimaschutz, Sicherheit, globale Strahlkraft – Grote hatte ein Füllhorn an Argumenten im Gepäck. Im anschließenden Gespräch mit Ayumi S., Helene F., Pino P. und Lasse S. aus den Babel-Profilen S2 und S4 stellte er sich kritischen Nachfragen. Der ungemein zugewandt auftretende Senator argumentierte sachlich, fachlich ausgewogen, pointiert und selbstbewusst, blieb dabei indes immer offen und auch kritischen Nachfragen zugänglich. Ebenso offen reagierte er auf Fragen aus dem Publikum.
 
Ob Andy Grote alle Anwesenden von seiner Idee, seiner Stadtvision einer vom olympischen Geist angezündeten Stadt überzeugen konnte? Sicher ist, dass es eine informative Veranstaltung war, die Mut gemacht hat, sich intensiv mit all den Aspekten, die Olympia mit sich bringt, zu beschäftigen. Das Schöne an Demokratie ist nämlich, Schulleiter Jürgen Solf wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass das Volk am Ende entscheidet. Und Sachverstand mehrt die Qualität von Entscheidungen. Und Entscheidungen im Sinne der Menschen stärken die Demokratie. Eine Stärke, die wir dieser Tage nur allzu nötig haben. 
Wir danken Senator Andy Grote und Anja Quast für Ihr Engagement. Hat Spaß gemacht. (Fb)

Verbundfinale JuDe

12.02.26: 
Verbundfinale „Tor zur Welt“ des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ – drei von vier…
 
Nach der weiten Anreise zum Marion-Dönhoff-Gymnasium in Blankenese startete die gut gelaunte und von Beginn an fokussierte Delegation des WdG in den Wettbewerb. In der Altersgruppe I ging es für Johannes Fell und Jaschu Hilbert zunächst um die Frage „Soll für Privatgärten eine insektenfreundliche Gestaltung vorgeschrieben werden?“, bevor im zweiten Teil der Vorrunde über kostenfreies WLAN auf öffentlichen Plätzen gestritten wurde. Benedict Niklas, Henry Fell und Joscha Simon erörterten zeitgleich in der Altersgruppe II die Frage, ob die Veröffentlichung von Wahlumfragen im Vorfeld von Wahlen verboten werden sollte, und debattierten über eine Kontaktgebühr bei Arztbesuchen. Bei starker Konkurrenz von sieben weiteren Hamburger Gymnasien im Verbund „Tor zur Welt“ konnte sich das WdG vier der acht Finalstartplätze sichern – eine überragende Leistung! Im Finale ging es in der AG I dann um die Frage, ob für schriftliche Prüfungen in der Oberstufe Anwendungen mit künstlicher Intelligenz als Hilfsmittel zugelassen werden sollten – ein brisantes und umstrittenes Thema an jeder Schule. Johannes Fell konnte sich hier den Verbundsieg sichern, Jaschu Hilbert folgte auf dem zweiten Platz. Damit wird der Verbund in dieser Altersklasse im Hamburger Entscheid vom WdG vertreten. Auch in der AG II ging der Sieg mit Henry Fell als überzeugendstem Debattanten an das WdG. Gemeinsam mit Joscha Simon ging es in diesem Finale darum, ob „Kaufe jetzt, zahle später“-Bezahlmodelle bei Online-Käufen verboten werden sollten. Joscha ist als Nachrücker ebenfalls im Rathaus dabei und verstärkt unsere außerordentlich überzeugende Delegation zusätzlich. Ein großer Dank geht an dieser Stelle auch an Mary-Joy Halbleib und Henri Schultz, die als Nachrücker im Verbundfinale das Team komplett gemacht haben – ebenso an Frau Wälz als Juryvorsitz und unerlässliche Unterstützung. Am 27.03. kommt es dann im Landeswettbewerb im Hamburger Rathaus zu weiteren spannenden Debatten – wir freuen uns darauf! (Mo)

Lesung im Rathaus: Gedenken an NS-Opfer

12.02.26: Gedenken an NS-Opfer – Religionskurs S1 besucht Lesung im Rathaus

Am internationalen Holocaust-Gedenktag wird jedes Jahr an die Opfer des Nationalsozialismus und ihr unermessliches Leid erinnert. An diesem Datum, am 27. Januar 1945, wurde vor inzwischen 81 Jahren das KZ-Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit.

Seit 1998 findet alljährlich eine szenische Lesung im Rathaus statt, die vom Lichtkünstler und Historiker Michael Batz erarbeitet und gestaltet wird. Zu konkreten Lebensgeschichten werden Originaldokumente aus Archiven zusammengetragen und von bekannten Hamburger Schauspielern vorgetragen.

Der S1-Religionskurs besuchte diese Veranstaltung der Bürgerschaft im Zeichen der Erinnerungskultur mit dem Titel DAS LILA LIED zum Thema der Verfolgung, Verhaftung und Ermordung von Homosexuellen während der Zeit des Nationalsozialismus in Hamburg.

Hier einige besondere Eindrücke:

 „Die Verfolgung von Homosexuellen in der NS-Zeit ist bisher wenig bekannt…uns war das nicht bewusst! “(Alle)

„Die Lesung war eine ganz neue Erfahrung, ähnlich wie ein Theaterstück, aber mit echten Lebensgeschichten… anders als Unterricht!“ (Tom, Marieke)

„Da die Orte uns bekannt sind, wo es passierte, z.B. in Altona oder St.Pauli, konnten wir die Geschehnisse intensiver verfolgen… und die persönlichen Schicksale wurden greifbarer an Orten in Hamburg, an denen wir im Alltag vorbeigehen…“ (Mia , Emilia)

„Die einzelnen Schicksale sind erschütternd. Es ist erschreckend, schockierend und unglaublich grausam, wie man die homosexuellen und queeren Menschen behandelt hat. Sie wurden bloßgestellt, öffentlich gedemütigt, entmenschlicht, als widernatürlich dargestellt.“ Defne, Amiya, Frida)

„Dieses Unrecht darf niemals vergessen werden, solches Unrecht darf sich nie mehr wiederholen!“ (Emilia, Defne)

„Die öffentliche Lesung der authentischen, historischen Dokumente schafft Verbindung zur Gegenwart, mahnt zu Toleranz, Respekt und Wahrung der Menschenwürde. Die Erinnerungskultur ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe.“ (Lara)

„Die betroffenen Opfer wurden gewürdigt, indem am Schluss auf die Orte ihrer Stolpersteine verwiesen wurde.“(Anna-Sophie)

„Ich fand es sehr gut, dass wir bei dieser Lesung waren, da es wichtig ist, dass sich unsere Generation mit der NS-Zeit auseinandersetzt.“ (Elena)

 „Die Lesung hatte eine starke emotionale Wirkung, die Stimmung war ernst und etwas bedrückt, die Geschichten ergreifend und berührend. Unmittelbar nach der Veranstaltung erlebten wir Nachdenklichkeit und Betroffenheit…“ (Alle)

 „Die Lesung hat uns teilweise sehr bewegt. Sie hat deutlich gemacht, wie Menschen, die anders liebten, als es die Norm damals erlaubte, ausgegrenzt und ihre Würde genommen wurde. Besonders eindrucksvoll war für uns, dass einige Betroffene trotz der schweren Strafen, die ihnen drohten offen zu ihrer sexuellen Identität standen. Dass homosexuelle Menschen auch nach dem Ende des Nationalsozialismus ihre Strafen weiterhin absitzen mussten und Homosexualität in Deutschland erst 1994 vollständig entkriminalisiert wurde, hat uns sehr bewegt und besonders nachdenklich gemacht.“

        (Annie)

Die gnadenlose und brutale Grausamkeit der nationalsozialistischen Verbrechen bleiben unvorstellbar. Durch die Lesung über die Einzelschicksale wurde die Vergangenheit in einem konkreten Bild nachgezeichnet. Erlebnisberichte, nüchterne Fakten aus Gerichtsakten oder geschilderte Gedanken und Gefühle aus persönlichen Briefen haben im Publikum viele Eindrücke entstehen lassen. Nun konnten wir zumindest das Ausmaß des Unrechts und dessen Nachwirkungen erahnen… (Bn)

Tag der offenen Tür 2026

18.01.26: Tag der offenen Tür am 16.01.: Volles Haus, volle Freude

An welchen Kriterien der Erfolg eines Tages der offenen Tür einer Schule zu messen ist, hängt vom Erkenntnisinteresse ab. Das offensichtlichste Kennzeichen sind am Ende die Anmeldezahlen, über die sich für das kommende Schuljahr freilich noch nichts sagen lässt. Gewiss ist indes, dass der diesjährigen Einladung des Walddörfer-Gymnasiums wieder viele, viele Interessierte gefolgt sind, darunter natürlich vor allem jetzige Viertklässler mit ihren Eltern, die sich ein Bild von der Schule machen wollen, davon, wie es hier aussieht, was es mit dem Kabinettsystem auf sich hat, was die Studienzeit ist und der didaktische Dreiklang und welche besonderen nebenunterrichtlichen Angebote wie die Lern- und Begabungsförderung oder die Ganztagesbetreuung es hier gibt.

Ganz besonders im Fokus steht an einem solchen Tag natürlich die Begegnung mit den Menschen, die unsere Schule prägen: Schulleitung, Kolleginnen und Kollegen, der Elternrat und nicht zuletzt die vielen engagierten Schüler:innen. Schulleiter Jürgen Solf betonte in seiner Eröffnungsrede in diesem Sinne vor allem die WdG-Kultur des Mitmachens, des Mitentwickelns, des Mitentscheidens: Hier gehen nicht nur junge Menschen zur Schule, sie gestalten mit ihrem Engagement auch den Schulalltag aktiv mit und können sich verwirklichen durch Veränderung der Wirklichkeit.

Wir freuen uns darauf, mit dem neuen Schuljahr im Sommer junge Menschen begrüßen zu können, die Lust darauf haben, selbst Verantwortung zu übernehmen und sich mit Spaß, Neugier, Engagement und eigenen Fähig- und Fertigkeiten gemeinsam auf den eigenen Weg zu machen.

„Coole Schule“, so eine Mutter zu ihrer Tochter beim Rausgehen. Wir arbeiten gemeinsam daran, dass das so bleibt. (Fb)

Jugend debattiert 2026

17.01.26: Schulfinale des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ oder die Kraft des guten Arguments

Der Wettbewerb Jugend debattiert erfordert von den Kandidat:innen Sachkenntnis, Schlagkräftigkeit, flexibles Denken und kommunikative Fähigkeiten. Das sind Tugenden, die zu entwickeln und auszubauen eine wichtige Aufgabe von Bildung ist. Wir lernen gerade schmerzhaft, welche Folgen es hat, wenn die Welt auf zentralen Ebenen von Leuten gemanaged wird, die vor allen Dingen das Rechthaben, das Haben wollen ansich, das Akkumulieren von Macht und nicht zuletzt das Verächtlichmachen aller, die sich gegen sie stellen, im Sinn haben. Anlass also, es besser zu machen.

Eine gute Anzahl von WdG-Schülerinnen aus den Jahrgängen 9-12 hat sich in mehreren Qualifikationsrunden Themen wie „Pyrotechnikverbot an Sylvester“ oder der „Senkung des Wahlalters auf 7 Jahre“ angenommen und in lebendigen Diskussionen Standpunkte ausgetauscht. Die beiden Finaldebatten auf der Aula-Bühne zum Thema „Abschaffung der Studienzeit am WdG“ und „Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht für Jugendliche“ erreichten ein beachtliches Niveau, zeigten aber auch die Gefahr, die darin liegt, sich zu sehr an einem Nebenaspekt aufzuhängen.

In jedem Fall war es eine lebendige, fröhliche und intensive Veranstaltung zum Nutzen aller Beteiligter. Gewonnen haben insofern erst einmal alle, die dabei waren auch als technische Unterstützung in den Jurys und als Zeitwächter:in.

In der Altersgruppe 1 belegten Johannes F. und Jaschu H. die ersten beiden Plätze vor Mary Joy H. und Bruno F,, in der Altersgruppe 2 hatten Henry F. und Benedict N. die Nase vorn vor Joscha S. und Henri S. Alle 8 Finalist:innen fahren am Donnerstag, den 12.2., zum Verbundsfinale ans Marion Dönhoff Gymnasium. Wird spannend! (Fb)

Vorlesewettbewerb 2025

3.01.26: Lesen ist Reisen mit dem Kopf – Vorlesewettbewerb der 6. Klassen 2025 

Wenn in der Vorweihnachtszeit die Aula zur Bühne für spannende Geschichten wird, ist es wieder Zeit für den großen Vorlesewettbewerb der 6. Klassen am Walddörfer-Gymnasium. Bundesweit beteiligen sich jährlich rund 600.000 Schüler*innen der Jahrgangsstufe 6 an diesem Wettbewerb, der zu den größten und traditionsreichsten Schülerwettbewerben Deutschlands zählt und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht.

Nachdem in den vergangenen Wochen alle Sechstklässler*innen des Walddörfer-Gymnasiums in ihren Klassen mit viel Engagement das Vorlesen geübt hatten, traten am 12. Dezember die zwölf Klassensieger*innen in der Aula an, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Mit großer Lesefreude und Ausdrucksstärke zogen sie das Publikum in ihren Bann und entführten die Zuhörer*innen mit Auszügen aus ihren Lieblingsbüchern in die Welt der Literatur und der Fantasie.

Die Jury bewertete dabei Lesetechnik, Interpretation sowie die Auswahl der Textstellen. Besonders überzeugten Hanno (6b), Marie (6d) und Liv (6e), die sich mit ihren Vorleseleistungen für die zweite Runde qualifizierten. Dort mussten sie ihr Können an einem ihnen unbekannten Text unter Beweis stellen. Die Entscheidung fiel der Jury nicht leicht, doch letztlich konnte Liv aus der Klasse 6e in allen Bewertungskategorien überzeugen.

Sie ist damit die beste Vorleserin des laufenden Schuljahres und wird das Walddörfer-Gymnasium im Februar 2026 auf regionaler Ebene vertreten.

Herzlichen Glückwunsch! (Fe)