Abiturentlassfeier

13.07.25: Verlassen, um anzukommen: Abiturfeier 2025…

Abitur. Die Herkunft dieses Begriffs, vollkommen verschwunden hinter der Alltagsbedeutung, die allgemeine Studierfähigkeit bescheinigt, liegt im Lateinischen, und bedeutet soviel wie „weggehen“, also einen Ort verlassen. Als am Freitagabend der Abiturjahrgang 2025 seine Zeugnisse in Empfang nahm bei sommerlichen Temperaturen, fiel damit auch der Vorhang, der den schulischen Teil des Lebens für beendet erklärt und Platz macht für den nächsten Akt, den Start ins Erwachsenenleben. So fallen Ende und Anfang zusammen, der Abschied ist ein Aufbruch in ein hoffentlich erfülltes, erfüllendes Leben in Selbstbestimmung.
Schulleiter Jürgen Solf wies in seiner Laudatio auf die nicht geringen Herausforderungen hin, die eine aus den Fugen geratene Welt für die jungen Menschen bereithält. Dazu zählen all jene Kräfte, die die Errungenschaften der jüngeren Vergangenheit, also von der Aufklärung bis heute, bedrohen. Diesen offensiv zu begegnen erfordert einen wachen Geist, und Mut vor allem. Mut, sich durchzusetzen, die Stimme zu erheben, Rückgrat zu zeigen. Mut zur Hoffnung – Hoffnungsmut!
Wir sind ganz sicher, einen Abiturjahrgang in die Zukunft zu schicken, der sich dem gewachsen zeigt. Wir gratulieren von Herzen und wünschen allen alles Gute! (Fb)

Projekt zum Umgang mit KI am WdG

30.06.25: Wie umgehen mit KI? Ein nachhaltiges Projekt zur Förderung digitaler Kompetenzen am WdG…

Im Rahmen des innovativen Projekts zukunft.digital arbeiten Lehramtsstudentinnen der Universität und der Technischen Universität Hamburg gemeinsam mit den Lehrkräften Franziska Wälz und Maximilian Schoenauer an einem Projekt, das durch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung koordiniert wird. Ziel ist es, Konzepte für den verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) in Hamburger Schulen zu entwickeln und die Kompetenzentwicklung im Umgang mit KI-Tools nachhaltig zu fördern und so Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte auf die Herausforderungen und Chancen der digitalen Zukunft vorzubereiten.

Im Rahmen des Projekts „Prompten wie ein Profi“ wurden zwei  Workshops für die Jahrgänge 7 und 11 während der Lernbüro-Phase im Juni 2025 am WdG durchgeführt. Diese boten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, praktische Erfahrungen im Umgang mit KI-Tools zu sammeln und ihre Fähigkeiten im Formulieren von effektiven Eingaben (Prompts) zu vertiefen. Ergänzend dazu wurde das offene Angebot einer KI-Bar umgesetzt, das sich an alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte richtete. Bei diesem Angebot erhielten die Teilnehmenden einen Überblick über die wichtigsten Kompetenzen im Umgang mit KI sowie die Gelegenheit, in einer offenen Fragerunde ihre Fragen zu stellen und sich auszutauschen.

Die Ergebnisse der Workshops und der KI-Bar tragen maßgeblich zur Entwicklung eines nachhaltigen Konzepts bei, das den verantwortungsvollen Umgang mit KI am Walddörfer-Gymnasium verankern soll.

Wir sind stolz auf die Fortschritte dieses zukunftsweisenden Projekts und freuen uns darauf, die gewonnenen Erkenntnisse in den Schulalltag zu integrieren und weiter auszubauen. (Merve Delice, Hewi Amin mit Franziska Wälz und Maximilian Schoenauer)

 

Die Glückssucher:innen

25.06.25: Der Jahrgang 6 erforscht in den Lernbüros das Glück…

Was bedeutet Glück – für mich, für uns, für die Welt? Im Lernbüro des 6. Jahrgangs sind aus dieser Leitfrage vielschichtige, überraschende und kluge Arbeiten entstanden. Zu sehen sind poetische Texte über persönliche Lieblingsorte in der Schule – entstanden im Zusammenspiel von Deutsch und Kunst –, pointierte Skizzen zu Gregs Tagebuch im Englischunterricht, fein recherchierte Biografien zu Gustav Mahler, selbst gestaltete Fanzine auf Spanisch sowie fantasievolle Landkarten individueller Glückswelten. So vielfältig wie die Antworten auf die große Frage – so facettenreich sind auch die Arbeiten. Lernen kann zum Denkraum für große Fragen werden – und zu einer Bühne für eigene Ausdrucksformen. Wir sind sehr beeindruckt von euren Ergebnissen! (Hl)

Volksdorf-Derby

11.4.2025: Volksdorfer Derby im Allhorn-Stadion…

Rivalität ist Teil der menschlichen Grundausstattung, wir verorten, wer wir sind, indem wir uns abgrenzen von den anderen. Tribalverhalten nennt man sowas. Tatsache ist, dass die zwei Volksdorfer Gymnasien in einem symbiotischen Verhältnis der reziproken Wertschätzung stehen, mit gelegentlicher Beimengung einer Prise Hochmut, egal von welcher Seite. Das wäre allerdings doof, wenn das alles nicht aufgelockert würde durch Selbstironie, die der ganzen inszenierten Gefühlsgegnerschaft eine gesunde Portion Leichtigkeit hinzufügt. Man kennt sich, trifft sich, spielt für den WSV, feiert zusammen. Nur in der Frage, wer die „bessere“ Schule ist, regiert beinharter Realismus. Wir! Und „Wir“ sind immer die, die gerade gefragt werden.

Die Sehnsucht nach einem Schulderby ist schon lange groß, doch bislang klappte es nie, beide Teams zusammenzubringen. Es brauchte schon eine ordentliche Portion Willen, Organisationstalent und Kommunikation, das Event auf die Beine zu stellen. Konkret gesagt: Es brauchte Henrieke und Magdalena aus der S4, die das Projekt in die Hand nahmen. Wie, ist doch nicht so schwer, zwei Teams, paar Trikots, ein Ball –  fertig. Nichts da: Platzorganisation,  Schiedsrichter, Terminfindung, Aufsichten, Catering, Sanidienst, das volle Programm. Der einzige Unterschied zum großen Stadtderby zwischen Kiezkickern und Rothosen ist am ehesten noch das in diesem Fall kleinere Sicherheitskonzept. Polizei. Fanbeauftragte, Sozialarbeiter, die die Fans betreuen – das war im Vorfeld zu vernachlässigen. Einen VAR brauchte man auch nicht. Ansonsten indes gab es viel zu bedenken, der Teufel steckt im Detail.

Um 15.15 Uhr war Anpfiff. Über die Anzahl an Zuschauern wäre manch ein Bezirksligist neidisch. Ob Scouts da waren, neue Talente auf dem Kunstrasen zu entdecken, ist nicht weiter bekannt geworden, jedenfalls wäre diese zuweilen zweifelhafte Berufsgruppe am richtigen Ort gewesen, wenn es darum gegangen wäre, Nachwuchs für den Karneval zu casten. Weil Mottowoche der Abiturient:innen war, bevölkerten reihenweise Wesen aus dem Kindheitskosmos die Tribünen: Bernd das Brot, Michael Schumacher wurde gesichtet, Arielle, Bibi Blocksberg und weiteres Personal aus dem KiKa-Universum. Ziemlich bunt das Ganze, schräg, und unfassbar lustig. Stimmung sowieso gut. Wie heißt es immer: Der Platz muss brennen. Tat er nicht, ist auch gefährlich wegen des Granulats im Geläuf. Dennoch waren beide Mannschaften mit Leidenschaft bei der Sache, liefen, grätschten, passten, die ein oder andere feine Kombination gab es zu sehen. Nicht jedes Zuspiel fand sein Ziel, so ehrlich muss man sein, und man erinnert sich auch an Spiele mit mehr Torchancen, vor allem in Hälfte eins war es, sagen wir, ein von Taktik geprägter Kick. Unterhaltsam war´s allemal. In der Pause gab´s die obligatorische Wurst und Limo und Brezeln und Kuchen. Wetter war super, heiter die Gemüter (vielleicht auch angeheitert, wer weiß…).
Das Resultat: 1:4 für den Gast vom Buckhorn. Ist aber im Grunde egal, finden alle, außer den Sieger:innen, die am Ende mit einem Platzsturm für weitere Erheiterung sorgten. Das wichtigste: Nach dem Fight Hände schütteln, ein bisschen palavern, die Trikots waschen, nach dem letzten Spiel ist vor dem nächsten Spiel. Wäre toll, wenn eine Wiederauflage in nicht allzu ferner Zukunft stattfände. Da Henrieke und Magdalena gerade ihr Abi machen, liegt der Orga-Posten frei. Freiwillige vor, wenn es gilt, eine Tradition zu stiften, von der man dann eines Tages sagt: Heut ist wieder Classico. Und zwar weder in Stellingen noch auf St. Pauli, sondern Im Allhorn. Hat Spaß gemacht! (Fb)

Shanghai-Austausch im Rahmen der Städtepartnerschaft

6.3.2025: „The bonds we’ve formed are stronger than words can describe“ – Schülergruppe nach dreiwöchigem Aufenthalt verabschiedet…

Mit einer festlichen Abschlussfeier ging der diesjährige Schüleraustausch zwischen Hamburg und Shanghai am Walddörfer-Gymnasium vergangene Woche zu Ende. Drei Wochen im Februar tauchten die chinesischen Gäste in das Leben ihrer Hamburger Gastfamilien ein und lernten den Schulalltag ihres Austauschpartners kennen. Gerade in diesen Zeiten, in denen Staaten globale Machtansprüche formulieren und sich abgrenzen, sei es wichtig, miteinander in Kontakt zu bleiben, hob Schulleiter Solf in seiner Rede hervor. „The most valuable part of this experience was the opportunity to live like locals, to see the world through the eyes of our German friends“, bilanziert auch Frau Zhao, begleitende Lehrerin der Wei Yu Highschool, die Zeit in Hamburg. Von ihr stammt auch das Zitat im Titel. Neben schulischen, kulturellen und sportlichen Aktivitäten stand eine gemeinsame Projektarbeit zu einer nachhaltigen Stadt der Zukunft auf dem Programm. Der offizielle Empfang im Hamburger Rathaus, Ausflüge nach Lübeck, zu Airbus Industries und ins Museumsdorf Volksdorf sowie ein Berlinwochenende rundeten den thematisch breit gefächerten Aufenthalt ab. „Looking back for three weeks, the wind from the Elbe river, the snow in front of the Reichstagsgebäude, the conference we imitated and the musical we have watched in the Fora theatre- How much we have experienced!“, staunt Robin von der Wei Yu Highschool. Nico von der Datong High School geht darüber hinaus: „This exchange experience has been truly life-changing. We learned so much, not only academically but also about different cultures, ourselves and the world.“

Zum ersten Mal seit der Corona-Pandemie hat der Austausch nach einer fünfjährigen Pause im Rahmen der Städtepartnerschaft wieder in Präsenz stattgefunden. Drei Hamburger Schulen, das Gymnasium Lerchenfeld, die Irena-Sendler-Schule und das Walddörfer-Gymnasium waren mit jeweils 6 Schülerinnen und Schülern der Stufen 10-12 beteiligt. Auf Shanghaier Seite waren es sogar fünf Schulen: Caoyang No. 2 High School, Datong High School, die Ganquan Foreign Languages School, die Shanghai Foreign Language School und die Wei Yu High School. Die Hamburger Gruppe war bereits im Herbst 2024 in Shanghai und Peking zu Besuch gewesen.

Bevor sie am Abschlussabend den Shanghaier Schülerinnen und Schülern die Zertifikate für ihre Teilnahme mit einem Buchpräsent überreichten, erinnerten Herr Weber und Frau Wulff an besondere Momente der drei Wochen in der größten Stadt Europas, die keine Hauptstadt ist, und in Berlin: beispielsweise das wilde Schneeballieren im Berliner Regierungsviertel und die Schneemänner im Charlottenburger Schlossgarten oder die engagierte politische Diskussion mit elaborierten Beiträgen mit deutscher Simultanübersetzung im Modell des Bundestags im Deutschen Dom, die sich aus der Besichtigung spontan ergab und schnell andere Ausstellungsbesucher zu interessierten Zuschauern werden ließ. Die fachliche Expertise und das sprachliche Niveau der deutschlernenden Schülerinnen und Schüler aus Shanghai hätten Herrn Weber und Frau Wulff besonders beeindruckt. „An den deutschen Schulen gibt es viel Raum für verschiedene Meinungen und Diskussion. Wir haben die Offenheit sehr geschätzt, vor allem, weil es der perfekte Zeitpunkt war, um Deutschland zu erleben und die demokratische Politik des Landes hautnah mitzuerleben“, stellt Markus von der Caoyang No 2. High School in seinem Beitrag fest und verweist damit auf die während des Aufenthalts stattfindenden Wahlen zum Bundestag und zur Hamburger Bürgerschaft. 

Mit dem gemeinsam einstudierten Song „99 Luftballons“ von Nena leitete die Austauschgruppe in den informellen Teil des Abends über, in dem alle Beteiligten bei einem asiatischen Buffet die gemeinsame Zeit Revue passieren ließen und bereits erste Abschiedstränen flossen.

Hamburg und Shanghai stehen vor dem 40jährigen Jubiläum ihrer Städtepartnerschaft. Der Schüleraustausch ist von Beginn an ein zentrales Element dieser Verbindung. Es ist zu hoffen, dass in den kommenden Jahren weiterhin Schülerinnen und Schülern beider Städte die Gelegenheit haben, an einem Austausch teilzunehmen, dessen zentrale Erfahrung Robin so beschreibt: „We got to know our peers from abroad, we study, we laugh, we talk, we are attracted by the culture of each other’s countries. And this deep relationship we built, between Shanghai and Hamburg will be definitely passed down.“ 

(Wu)

Baumpflanzaktion

23.02.2025: Die Klassen 8b und 7e forsten auf…

Bäume, soweit ist die Lage klar, brauchen uns Menschen nicht, wir Menschen aber die Bäume. Sie speichern CO2, sind Nistplatz für viele Arten, Nahrungsquelle, sie spenden Schatten und diverse Generationen junger Menschen haben sich mal mehr, mal weniger erkenntnisstiftend mit poetischen Elaboraten beschäftigt, die von Bäumen angeregt wurden: Birnbäume in Ribbeck, Walther von der Vogelweides Lagerstatt unter einer Linde sowie, nicht zu vergessen, haben sie Fußballersprech im Ruhrgebiet inspiriert („Gib mich mal die Kirsche“).

Der Begriff der Nachhaltigkeit, den beinahe jedes Kind kennt (aber nicht jeder Elon), kommt aus der Forstwirtschaft. Konzeptionell langfristig angelegt ist in diesem Sinne die Baumpflanzaktion der Klassen 8b und 7e, die einige Mühen auf sich genommen haben, neue Gewächse zu pflanzen. Die gemachten Erfahrungen sind in zwei besonderen Texten nachzulesen, zum einen von Keora und Liz, zum anderen von Jaschu und Elias. Die Bäume werden nicht in den Himmel wachsen, aber ihm entgegen auf alle Fälle. Tolle Aktion und unbedingt nachahmenswert!