Aktion „Hamburg räumt auf“

27.02.26: 
Wider die Wegwerfgesellschaft: WdG-Klassen beim Projekt „Hamburg räumt auf“…
 
Statt Physikunterricht an der frischen Luft: 
Am 25. Februar 2026 beteiligte sich die Klasse 10F erneut an der stadtweiten Aktion „Hamburg räumt auf“, die jährlich von der Stadtreinigung Hamburg organisiert wird. Auch in diesem Jahr wurde unsere Klasse von sechs weiteren Klassen unterstützt, sodass eine große Gruppe von Schülerinnen und Schülern gemeinsam im Einsatz war.
Die Teilnahme unserer Schule wurde von der BNE Werkstatt koordiniert. Nach einer kurzen Einführung machten wir uns entlang der Bahnstrecke auf den Weg, um dort achtlos entsorgten Müll einzusammeln. Ausgerüstet mit Handschuhen, Müllsäcken und Greifzangen arbeiteten wir uns Abschnitt für Abschnitt vor. Dabei wurde deutlich, wie viele Verpackungen, Flaschen, Zigarettenreste und andere Abfälle sich im öffentlichen Raum ansammeln.
Neben kleineren Gegenständen fanden wir auch größere Teile, die offensichtlich schon länger dort lagen. Dazu gehörte unter anderem eine alte Baustellenleuchte, die künftig im Raum von Herrn Boenisch aufbewahrt wird. Solche Funde zeigen, dass nicht nur alltäglicher Müll, sondern auch sperrigere Gegenstände in der Umwelt zurückgelassen werden.
Am Ende der Sammelaktion war eine beträchtliche Menge Müll zusammengekommen. Durch die gemeinsame Arbeit aller beteiligten Klassen konnte ein sichtbarer Beitrag zur Sauberkeit in Volksdorf geleistet werden. Die Aktion machte deutlich, wie wichtig es ist, Verantwortung für die eigene Umgebung zu übernehmen und achtsam mit öffentlichen Räumen umzugehen.

WdG-Medienscouts im ZDF

27.02.26: 
Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche? Die WdG-Medienscouts erklären im ZDF, worum es geht…
 
Am WdG ist der dritte Durchgang zur Ausbildung von Medienscouts erfolgreich absolviert worden. Die Notwendigkeit eines reflektierten Umgangs mit digitalen Tools ist zentrales Thema der gesellschaftlichen Debatte. Ob ein Social-Media-Verbot für eine definierte Altersgruppe Sinn macht, lässt sich aktuell am Beispiel Australien beobachten, Ausgang des Experiments: offen. Das WdG stellt sich dem Phänomen offensiv und setzt zunächst einmal auf Aufklärung. Wie und mit welchen Zielen die Medienscouts unterwegs sind, ist Gegenstand eines ZDF-Beitrags. Viel Spaß beim Gucken und Urteilbilden!  (Soe/Fb)

Senator Andy Grote zu Olympia in Hamburg

16.02.26: 
Der Senator für Inneres und Sport Andy Grote spricht und diskutiert in der WdG-Aula über Hamburgs mögliche Olympia-Bewerbung…
 
Auf den letzten Metern liefert sich der Deutschland-Achter auf der Dove-Elbe ein Foto-Finish mit dem Boot aus Großbritannien; beim Beachvolleyball vor dem Millerntor-Stadion bejubeln Zehntausende das völlig chancenlose Team aus Bhutan; und in Bahrenfeld schlendern Athlet:innen aus aller Damen- und Herren-Länder durchs Olympische Dorf, während noch die letzten Restglühwürmchen des Eröffnungsfeuerwerks durch die Volksdorfer Horst fliegen…
 
Klingt auf den ersten Blick erst einmal verlockend, so olympische Spiele zwischen Elbchaussee, Roter Flora, Kleingartensiedlung in Poppenbüttel und dem Aperol-Spritz-Sonnenuntergang für alle auf den Alsterwiesen. Ob es dazu kommt, entscheiden die Hamburger Ende Mai in einem Referendum, einem Volksentscheid. 
 
Die Wandsbeker Bürgerschaftsabgeordnete Anja Quast hat zum viertel Mal Senator:innen nach Volksdorf eingeladen, die mit WdG-Schüler:innen in die Debatte gehen. Andy Grote positionierte sich eindeutig und machte in seinem Eingangsstatement deutlich, welche Chancen die Ausrichtung olympischer Wettbewerbe für Hamburg bieten könnte: Infrastruktur, Stadtgesellschaft, Bauen, Wohnen, Klimaschutz, Sicherheit, globale Strahlkraft – Grote hatte ein Füllhorn an Argumenten im Gepäck. Im anschließenden Gespräch mit Ayumi S., Helene F., Pino P. und Lasse S. aus den Babel-Profilen S2 und S4 stellte er sich kritischen Nachfragen. Der ungemein zugewandt auftretende Senator argumentierte sachlich, fachlich ausgewogen, pointiert und selbstbewusst, blieb dabei indes immer offen und auch kritischen Nachfragen zugänglich. Ebenso offen reagierte er auf Fragen aus dem Publikum.
 
Ob Andy Grote alle Anwesenden von seiner Idee, seiner Stadtvision einer vom olympischen Geist angezündeten Stadt überzeugen konnte? Sicher ist, dass es eine informative Veranstaltung war, die Mut gemacht hat, sich intensiv mit all den Aspekten, die Olympia mit sich bringt, zu beschäftigen. Das Schöne an Demokratie ist nämlich, Schulleiter Jürgen Solf wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass das Volk am Ende entscheidet. Und Sachverstand mehrt die Qualität von Entscheidungen. Und Entscheidungen im Sinne der Menschen stärken die Demokratie. Eine Stärke, die wir dieser Tage nur allzu nötig haben. 
Wir danken Senator Andy Grote und Anja Quast für Ihr Engagement. Hat Spaß gemacht. (Fb)

Verbundfinale JuDe

12.02.26: 
Verbundfinale „Tor zur Welt“ des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ – drei von vier…
 
Nach der weiten Anreise zum Marion-Dönhoff-Gymnasium in Blankenese startete die gut gelaunte und von Beginn an fokussierte Delegation des WdG in den Wettbewerb. In der Altersgruppe I ging es für Johannes Fell und Jaschu Hilbert zunächst um die Frage „Soll für Privatgärten eine insektenfreundliche Gestaltung vorgeschrieben werden?“, bevor im zweiten Teil der Vorrunde über kostenfreies WLAN auf öffentlichen Plätzen gestritten wurde. Benedict Niklas, Henry Fell und Joscha Simon erörterten zeitgleich in der Altersgruppe II die Frage, ob die Veröffentlichung von Wahlumfragen im Vorfeld von Wahlen verboten werden sollte, und debattierten über eine Kontaktgebühr bei Arztbesuchen. Bei starker Konkurrenz von sieben weiteren Hamburger Gymnasien im Verbund „Tor zur Welt“ konnte sich das WdG vier der acht Finalstartplätze sichern – eine überragende Leistung! Im Finale ging es in der AG I dann um die Frage, ob für schriftliche Prüfungen in der Oberstufe Anwendungen mit künstlicher Intelligenz als Hilfsmittel zugelassen werden sollten – ein brisantes und umstrittenes Thema an jeder Schule. Johannes Fell konnte sich hier den Verbundsieg sichern, Jaschu Hilbert folgte auf dem zweiten Platz. Damit wird der Verbund in dieser Altersklasse im Hamburger Entscheid vom WdG vertreten. Auch in der AG II ging der Sieg mit Henry Fell als überzeugendstem Debattanten an das WdG. Gemeinsam mit Joscha Simon ging es in diesem Finale darum, ob „Kaufe jetzt, zahle später“-Bezahlmodelle bei Online-Käufen verboten werden sollten. Joscha ist als Nachrücker ebenfalls im Rathaus dabei und verstärkt unsere außerordentlich überzeugende Delegation zusätzlich. Ein großer Dank geht an dieser Stelle auch an Mary-Joy Halbleib und Henri Schultz, die als Nachrücker im Verbundfinale das Team komplett gemacht haben – ebenso an Frau Wälz als Juryvorsitz und unerlässliche Unterstützung. Am 27.03. kommt es dann im Landeswettbewerb im Hamburger Rathaus zu weiteren spannenden Debatten – wir freuen uns darauf! (Mo)

Lesung im Rathaus: Gedenken an NS-Opfer

12.02.26: Gedenken an NS-Opfer – Religionskurs S1 besucht Lesung im Rathaus

Am internationalen Holocaust-Gedenktag wird jedes Jahr an die Opfer des Nationalsozialismus und ihr unermessliches Leid erinnert. An diesem Datum, am 27. Januar 1945, wurde vor inzwischen 81 Jahren das KZ-Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit.

Seit 1998 findet alljährlich eine szenische Lesung im Rathaus statt, die vom Lichtkünstler und Historiker Michael Batz erarbeitet und gestaltet wird. Zu konkreten Lebensgeschichten werden Originaldokumente aus Archiven zusammengetragen und von bekannten Hamburger Schauspielern vorgetragen.

Der S1-Religionskurs besuchte diese Veranstaltung der Bürgerschaft im Zeichen der Erinnerungskultur mit dem Titel DAS LILA LIED zum Thema der Verfolgung, Verhaftung und Ermordung von Homosexuellen während der Zeit des Nationalsozialismus in Hamburg.

Hier einige besondere Eindrücke:

 „Die Verfolgung von Homosexuellen in der NS-Zeit ist bisher wenig bekannt…uns war das nicht bewusst! “(Alle)

„Die Lesung war eine ganz neue Erfahrung, ähnlich wie ein Theaterstück, aber mit echten Lebensgeschichten… anders als Unterricht!“ (Tom, Marieke)

„Da die Orte uns bekannt sind, wo es passierte, z.B. in Altona oder St.Pauli, konnten wir die Geschehnisse intensiver verfolgen… und die persönlichen Schicksale wurden greifbarer an Orten in Hamburg, an denen wir im Alltag vorbeigehen…“ (Mia , Emilia)

„Die einzelnen Schicksale sind erschütternd. Es ist erschreckend, schockierend und unglaublich grausam, wie man die homosexuellen und queeren Menschen behandelt hat. Sie wurden bloßgestellt, öffentlich gedemütigt, entmenschlicht, als widernatürlich dargestellt.“ Defne, Amiya, Frida)

„Dieses Unrecht darf niemals vergessen werden, solches Unrecht darf sich nie mehr wiederholen!“ (Emilia, Defne)

„Die öffentliche Lesung der authentischen, historischen Dokumente schafft Verbindung zur Gegenwart, mahnt zu Toleranz, Respekt und Wahrung der Menschenwürde. Die Erinnerungskultur ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe.“ (Lara)

„Die betroffenen Opfer wurden gewürdigt, indem am Schluss auf die Orte ihrer Stolpersteine verwiesen wurde.“(Anna-Sophie)

„Ich fand es sehr gut, dass wir bei dieser Lesung waren, da es wichtig ist, dass sich unsere Generation mit der NS-Zeit auseinandersetzt.“ (Elena)

 „Die Lesung hatte eine starke emotionale Wirkung, die Stimmung war ernst und etwas bedrückt, die Geschichten ergreifend und berührend. Unmittelbar nach der Veranstaltung erlebten wir Nachdenklichkeit und Betroffenheit…“ (Alle)

 „Die Lesung hat uns teilweise sehr bewegt. Sie hat deutlich gemacht, wie Menschen, die anders liebten, als es die Norm damals erlaubte, ausgegrenzt und ihre Würde genommen wurde. Besonders eindrucksvoll war für uns, dass einige Betroffene trotz der schweren Strafen, die ihnen drohten offen zu ihrer sexuellen Identität standen. Dass homosexuelle Menschen auch nach dem Ende des Nationalsozialismus ihre Strafen weiterhin absitzen mussten und Homosexualität in Deutschland erst 1994 vollständig entkriminalisiert wurde, hat uns sehr bewegt und besonders nachdenklich gemacht.“

        (Annie)

Die gnadenlose und brutale Grausamkeit der nationalsozialistischen Verbrechen bleiben unvorstellbar. Durch die Lesung über die Einzelschicksale wurde die Vergangenheit in einem konkreten Bild nachgezeichnet. Erlebnisberichte, nüchterne Fakten aus Gerichtsakten oder geschilderte Gedanken und Gefühle aus persönlichen Briefen haben im Publikum viele Eindrücke entstehen lassen. Nun konnten wir zumindest das Ausmaß des Unrechts und dessen Nachwirkungen erahnen… (Bn)

Tag der offenen Tür 2026

18.01.26: Tag der offenen Tür am 16.01.: Volles Haus, volle Freude

An welchen Kriterien der Erfolg eines Tages der offenen Tür einer Schule zu messen ist, hängt vom Erkenntnisinteresse ab. Das offensichtlichste Kennzeichen sind am Ende die Anmeldezahlen, über die sich für das kommende Schuljahr freilich noch nichts sagen lässt. Gewiss ist indes, dass der diesjährigen Einladung des Walddörfer-Gymnasiums wieder viele, viele Interessierte gefolgt sind, darunter natürlich vor allem jetzige Viertklässler mit ihren Eltern, die sich ein Bild von der Schule machen wollen, davon, wie es hier aussieht, was es mit dem Kabinettsystem auf sich hat, was die Studienzeit ist und der didaktische Dreiklang und welche besonderen nebenunterrichtlichen Angebote wie die Lern- und Begabungsförderung oder die Ganztagesbetreuung es hier gibt.

Ganz besonders im Fokus steht an einem solchen Tag natürlich die Begegnung mit den Menschen, die unsere Schule prägen: Schulleitung, Kolleginnen und Kollegen, der Elternrat und nicht zuletzt die vielen engagierten Schüler:innen. Schulleiter Jürgen Solf betonte in seiner Eröffnungsrede in diesem Sinne vor allem die WdG-Kultur des Mitmachens, des Mitentwickelns, des Mitentscheidens: Hier gehen nicht nur junge Menschen zur Schule, sie gestalten mit ihrem Engagement auch den Schulalltag aktiv mit und können sich verwirklichen durch Veränderung der Wirklichkeit.

Wir freuen uns darauf, mit dem neuen Schuljahr im Sommer junge Menschen begrüßen zu können, die Lust darauf haben, selbst Verantwortung zu übernehmen und sich mit Spaß, Neugier, Engagement und eigenen Fähig- und Fertigkeiten gemeinsam auf den eigenen Weg zu machen.

„Coole Schule“, so eine Mutter zu ihrer Tochter beim Rausgehen. Wir arbeiten gemeinsam daran, dass das so bleibt. (Fb)