Archiv der Kategorie: Schüleraustausche

Besuch aus Shanghai am WdG – Oder: „Warum zeigen die deutschen Schüler ihren Lehrern ständig die Eins?“

2019-09-22

„Warum zeigen die deutschen Schüler ihren Lehren so oft die Eins?!“ Yuchang, die mit ihren Mitschülerinnen eigene Unterrichtsstunden mit ihrem Austauschpartner Oskar am WdG verbracht hat, ist anfangs ratlos. Zu unterschiedlich ist das beobachtete Unterrichtsgeschehen im Vergleich zu dem ihrer Schule in Shanghai, sodass sie eine Weile braucht, bis sie versteht, was es mit dem Fingerzeig und der Unterrichtsbeteiligung auf sich hat. Das ist nicht das einzige, was den Schülern aus Shanghai auffällt. Die deutschen Schüler hätten so viel Freizeit und sie lernten während der Unterrichtszeit auf dem Flur! Besuch aus Shanghai am WdG – Oder: „Warum zeigen die deutschen Schüler ihren Lehrern ständig die Eins?“ weiterlesen

Austauschprojekt GEDENKEN-GEDANKEN-VERSTEHEN: eine deutsch-belarussische Zeitreise der Generation NIE WIEDER

Der Russischkurs aus der S2 nimmt zur Zeit an einem Austauschprojekt mit Schülerinnen und Schülern des 20. Gymnasiums aus Minsk teil. Der inhaltliche Fokus dieses Austausches liegt im Vergleich der deutschen und belarussischen Gedenk- und Erinnerungskultur an den Zweiten Weltkrieg. Initiator dieses bilateralen Jugendaustausches ist die KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Ende April haben sich alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam in Hamburg auf Spurensuche nach Gedenk- und Erinnerungsorten für während der NS-Zeit Deportierte gemacht, die KZ-Gedenkstätte Neuengamme erkundet, die deutsche Gedenk- und Erinnerungskultur reflektiert und an Gedenkveranstaltungen anlässlich des 73. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers teilgenommen.

Das Projekt wird vom 18.-25. Juni in Minsk fortgesetzt. Vor Ort wird der Russischkurs mit den Austauschpartnern die belarussische Gedenk- und Erinnerungskultur kennenlernen und die belarussische Hauptstadt entdecken.

Schüleraustausch Hamburg-Shanghai: Besuch aus Shanghai am WdG

2017-10-15

15 Schülerinnen und Schüler aus Shanghai besuchten in den vergangenen Wochen ihre Austauschpartner am WdG (Stufe 9 und 10). Erstmals und einmalig vertritt das WdG Hamburg allein beim Schüleraustausch im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Shanghai. Neben dem Schulalltag am WdG fanden gemeinsame Workshops und ein Sportnachmittag statt. Exkursionen innerhalb Hamburgs, nach Lübeck-Travemünde, Helgoland sowie eine dreitägige Fahrt nach Berlin  standen auf dem umfangreichen Programm. Highlight in Berlin war der Besuch des Sommerfest des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue sowie eine Besichtigung des Bundeskanzleramts.

Am 20.10. fliegt die WdG-Gruppe nach Peking und reist dann weiter zu den Partnerschulen Datong Higschool, Shanghai Foreign Language School und  Weiyu Highschool in Shanghai. (Wu)

Schüleraustausch zwischen Hamburg und Shanghai im Jubiläumsjahr der Städtepartnerschaft

 

Für 15 Hamburger und 15 Shanghaier Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 14 und 18 Jahren war 2016 ein ganz besonderes Jahr, denn sie durften am 30. Schüleraustausch zwischen den Städten teilnehmen. Im September war die chinesische Gruppe drei Wochen zu Besuch in Hamburg, im Herbst fuhren die Hamburger für drei Wochen nach Shanghai. Der Austausch findet jährlich im Rahmen der Städtepartnerschaft statt und wurde in diesem Jahr vom Walddörfer-Gymnasium koordiniert. Beteiligt sind auf Hamburger Seite außerdem die Ida-Ehre-Schule und das Christianeum, auf Shanghaier Seite die Shanghai Foreign Language School, die Datong Highschool und die Weiyu Highschool.

„I, ar, san, tse“, tönt es in Endlosschleife aus den Lautsprechern auf dem Sportplatz der Datong Highschoool. Synchron kreisen die Arme von zweitausend Schülerinnen und Schülern in blauweißen Jogginganzügen zur vorgegebenen Zählung. Es ist 7.40 Uhr und damit Zeit für den allmorgendlichen Frühsport. Zuvor war die chinesische Flagge von zwei Schülern am Mast gehisst worden. Dieser Fahnenappell wird durch das Einspielen der Nationalhymne feierlich begleitet. Abschließend folgen kurze Anweisungen, die Schüler formieren sich klassenweise, Marschmusik ertönt, die Gruppen laufen in ihre Klassenräume. Der Unterricht an der Datong Highschool in Shanghai kann beginnen. Wir verfolgen jeden Morgen aufs Neue gebannt der Zeremonie.

Nach dem ritualisierten Start beginnt für die Hamburger Schülerinnen und Schüler das Tagesprogramm, zumeist eine Mischung aus Ausflügen in die Umgebung und Teilnahme am Unterricht. „Die Schule nimmt in China einen größeren Raum ein als bei uns, die Chinesen müssen sehr viel lernen und haben kaum Freizeit“, meint Stine. „No end to learning“ sprangt wie zur Bestätigung als Leitspruch in goldenen Lettern über dem Eingangsportal der Shanghai Foreign Language School und Christoph ergänzt: „Die Unterrichtsstunden sind eng getaktet und dauern oft bis in die Abendstunden.“ Aus diesem Grund wohnen viele Schülerinnen und Schüler unter der Woche im Wohnheim der Schule, weil sich abends nach der Lernzeit in der Bibliothek der Weg nach Hause nicht lohnt. Streber sei in China ein positiver Begriff, stellt Thilo verwundert fest. Der Konkurrenzdruck ist hoch und so verbringen die Chinesen auch am Wochenende viel Zeit mit Lernen, Zusatzkursen oder nehmen für die Schule an Wettbewerben teil, wie Thilo bei seinem Austauschpartner Tim beobachtet.

Gewundert hat sich Thilo auch über den lehrerzentrierten Unterricht, in dem die chinesische Lehrkraft bisweilen ein Headset einsetzt, um sich in den großen Klassen verständlich zu machen. Das Engagement der Lehrkraft wird auch nach ihrem Redeanteil bemessen, erklärt uns Deutschlehrer Wang. Ihre Aufgabe sei schließlich, ihrer Lerngruppe etwas beizubringen und sie von ihrem Wissen profitieren zu lassen. Gruppenarbeiten oder das eigenständige Erarbeiten von Themen seien daher auch bei Eltern nicht so gern gesehen.

Doch die Lernerei zahlt sich aus, wie wir beim Abendessen in der Schulmensa feststellen können. Mit uns am runden Tisch sitzt Andrea, ein chinesisches Mädchen aus dem zweiten Lernjahr, die sich ganz souverän und fließend mit uns auf Deutsch unterhält und dabei ganz entzückt ihre Gelegenheit nutzt, um den Hamburger Mädchen Löcher in den Bauch zu fragen.

Ortswechsel. Die Ausflüge in die Shanghaier Innenstadt sind atemberaubend. „Alles erscheint viel höher, größer, dichter oder schneller als in Hamburg und an die Menschenmassen, die sich tagtäglich durch die Stadt schieben, muss man sich erst gewöhnen“, bemerkt Christoph überwältigt. „Faktor 10“ lautet die simple Formel, auf die sich die Vergleiche zwischen Hamburg und Shanghai bringen lassen, wie wir eine Woche später auf der festlichen Jubiläumsfeier der 30jährigen Städtepartnerschaft erfahren. Aber Quantität sei doch nicht das entscheidende Kriterium, wendet Herr Zhang von der Shanghaier Bildungskommission lächelnd ein. Tatsächlich haben die Fakten ihre Wirkung: U-Bahnfahrten in der pulsierenden 23-Millionen-Metropole sind ein Abenteuer, Spaziergänge auf der Flaniermeile des Bund oder der Nanjing Road sind in der Gruppe eine Herausforderung. Die Stadt pulsiert, überall Bewegung und ein Gewimmel an hoch modern gekleideten Menschen, die sich zwischen Autos, Schubkarren und Lastfahrrädern ihren Weg über die zahllosen Kreuzungen bahnen. Plötzlich schnurren unbeleuchtete E-Mopeds lautlos an uns vorbei. Wir machen einen abendlichen Ausflug zum Bund: Die Leuchtreklamen der Shanghaier Skyline im Stadtteil Pudong blinken in schrillen Farben über den Huangpu-River, illuminierte Fähren schieben sich in regelmäßigen Abständen den Fluss hinauf. Die Hamburger Gruppe ist beeindruckt und drängelt sich mit den vielen anderen Besuchern und ihren Selfie-Sticks auf der Promenade, um die guten Fotoplätze an der Balustrade zu ergattern. Wer blond ist, wird gern um ein gemeinsames Foto gebeten. Diesen Wunsch erfüllen Fiona und Stine inzwischen sehr routiniert, seit wir bei unserem Besuch in der verbotenen Stadt in Peking im Menschen- und Fähnchenmeer chinesischer Reisegruppen deren Fotobegeisterung kennengelernt haben.

„Ich muss unbedingt mehr Chinesisch lernen“, nimmt sich Louisa vor. Sie steht vor einem Relief am Lingyin-Tempel bei Hangzhou. „Diese Kultur ist so anders als unsere, es gibt so viel zu entdecken!“, ruft sie aus und visiert mit ihrem Fotoapparat die imposante Buddhastatue an, die in der Mitte einer Halle thront. „Unser Programm in China war so abwechslungsreich“, erinnerst sich Thilo rückblickend „Wir haben einerseits mit der chinesischen Mauer, der verbotenen Stadt und dem Himmelstempel in Peking sowie dem Westsee in Hangzhou und dem Wasserdorf Zhujiajiao sehr viel vom traditionellen China kennen gelernt. Andererseits gaben uns die futuristischen Gebäude, die Firmenbesuche bei  SAIC-Volkswagen  und Covestro oder die Zugfahrt auf der für 380 km/h ausgelegten Schnellfahrtstrecke von Peking nach Shanghai einen Einblick in die Zukunft.“

Tradition und Moderne, alt und neu, schnell und langsam, Ying und Yang; wir erleben China als Land der Gegensätze. Auf unseren Streifzügen durch die Straßen Shanghais trennen beide Pole oft nur wenige Schritte: hier ein hochglänzender Konsumtempel, dort die traditionelle Shikumen-Siedlung. Hier wird auf der Straße noch ein Huhn gerupft oder Wäsche getrocknet, dort wächst ein neuer Wolkenkratzer in den Himmel.

Wir üben uns in Kalligraphie und chinesischem Schwertkampf, bereiten die köstlichen Teigtaschen „Jaozi“ zu, fangen auf der Insel Chongming Krebse und setzen in Zhujiajiao Goldfische aus. Wir flanieren über den Pekinger Delikatessenmarkt, bewundern die Vorstellung der Shanghaier Artisten, beobachten die Gesangs-, Tanz-, und Schachaktivitäten der Shanghaier Senioren in den Parks und werden eines Abends Zeugen, wie eine uniform gekleidete Frauengruppe zur Musik des Ghettoblasters auf dem dunklen Fußweg neben einer vielbefahrenen Straße einen Formationstanz präsentiert. Wir sind zu Gast bei der Hamburger Repräsentanz in Shanghai, dem  Liaison Office, wir tragen uns in das Buch der Stadt im Rathaus ein und werden in der Erziehungskommission empfangen. Wir bestaunen die antiken Exponate im Shanghaier Museum und möchten die gläserne Aussichtsplattform des Pearl Tower mit ihrem überwältigen Blick über die Stadt gar nicht mehr verlassen. Wir lernen mit Stäbchen zu essen und stellen fest, dass das Essen in China ganz anders schmeckt als im deutschen Chinarestaurant und die Shanghaier Küche mit ihren süß-scharfen, süß-salzigen oder bitter-süßen Geschmacksrichtungen einige unerwartete Gaumenfreuden für uns bereit hält.

Es ist Wochenende. Nachdem die Hamburger Schüler den Alltag an chinesischen Schulen kennengelernt haben, werden sie am Freitag von ihren Gastfamilien abgeholt und nehmen über das Wochenende am Familienleben teil. „Es hat mich sehr beeindruckt, wie offen, freundlich und herzlich wir in den Gastfamilien aufgenommen und behandelt wurden“, berichtet Thilo. „Zwar konnten nicht immer alle Familienmitglieder Englisch“, ergänzt Fabienne, „aber trotzdem war es kein Problem zu kommunizieren, zur Not auch mit Händen und Füßen.“

 

Auf die Frage, was denn das Herausragende des Austausches gewesen sei, kommt keine schnelle Antwort. „Die neuen Freunde, die ich gewonnen habe, und mit denen ich noch immer Kontakt habe“, antworten Christina und Fiona dann fast gleichzeitig, „und die Einblicke in die chinesische Kultur und den Schulalltag“ schiebt Fiona nach, während Christina betont, dass es für sie spannend gewesen ist, China einmal ohne ihre chinesische Familie kennen zu lernen. Thilo formuliert es dagegen allgemeiner: „Wenn man vollkommen offen und interessiert an alles Neue herangeht, kann man viel besser in die fremde Kultur eintauchen und es fällt viel leichter, neue Freundschaften zu schließen.“ Einig sind sich aber alle: Wer einmal in China war, der wird den Kontakt halten und wiederkommen. (Wu/Tw)

 

 

 

WdG goes East!

2017-03-11

5 Schülerinnen (Anthea, Saida, Lara, Elisabeth und Friederike) machten sich in den Märzferien 2017 mit Frau Böhmer im Rahmen eines Hamburgweiten Schüleraustausches mit 9 neun anderen Schülerinnen und Schülern und zwei Kollegen auf zu einem besonderen Ziel: Yakutsk!

Yakutsk gilt als kälteste Großstadt der Welt, ist Hauptstadt der Republik Sakha-Yakutien und liegt etwa 10 000km von Hamburg entfernt in Ostsibirien. Im März beginnt auch dort der Frühling, d.h. die Temperaturen fielen nicht mehr unter -35°C. Bestens gewappnet gegen die Kälte verbrachte die Gruppe 10 unvergessliche Tage in Yakutsk.

Mit dem Sakha-Gymnasium in Yakutsk besteht nun schon eine 3 jährige Partnerschaft, die durch gemeinsame Austauschprojekte mit Lehrern und Schülern gelebt wird. Der diesjährige Austausch stand unter dem Motto „Ökologie – Schülerinnen und Schüler aus Hamburg und Yakutsk erkunden ihre Umwelt“. In kleinen Projektphasen wurde mit allen Teilnehmern an ökologischen Fragestellungen gearbeitet. Außerdem stand auf dem Programm der Besuch des Schulunterricht, sowie der Besuch des Mammutmuseums, der Schatzkammer Yakutiens sowie eines Freiluftmuseums und ein Ausflug zu einem Winteraktivitätenpark. Highlight war die Fahrt mit allen Teilnehmern übers Wochenende in die Taiga.

Die 10 Tage vergingen wie im Fluge! Wie gut, dass auf der lange Rückreise genug Zeit war, um Pläne für die nächste Reise nach Yakutsk zu planen – dann allerdings im Sommer um die yakutische Hitzewelle zu erleben.

 

 

Seit 1989 führt das Walddörfer-Gymnasium den Austausch mit seiner Partnerschule, das Gimnazija Nr. 278, in  Sankt-Petersburg (Russland) durch. Auch in diesem Jahr weckte der Austausch im Vorfeld ein starkes Interesse bei den SchülerInnen in Stufe 10, sodass nicht nur die meisten RussischkursteilnehmerInnen, sondern auch weitere „russischfremde“ SchülerInnen mitkamen. So fuhren Anfang Oktober für insgesamt zehn Tage zwölf SchülerInnen mit den Russischlehrerinnen Frau Dr. Böhmer und Frau Walser nach Russland.

Das Hauptthema unseres Austausches in diesem Jahr lautete „Der 2. Weltkrieg im Erinnerungsdiskurs: langes Echo oder (eine) abgeschlossene Geschichte?“. Angesichts des 70-jährigen Jubiläums des Kriegsendes wollten wir in diesem Zusammenhang auf die kriegerischen Auseinandersetzungen unserer beiden Länder zurückblicken und dabei die Erinnerungskultur in Deutschland und Russland untersuchen und vergleichen.

Dazu bildeten wir vier Teams aus jeweils zwei deutschen und zwei russischen SchülerInnen. Wir suchten uns jeweils ein Thema aus, das uns besonders interessiert: So vergleicht beispielsweise eine Gruppe Denkmäler und Erinnerungsorte auf ihre Funktion und Wirkung hin, die in Hamburg und Sankt-Petersburg an den2. Weltkrieg erinnern. Eine andere Gruppe führt Interviews mit einer russischen und einer deutschen Oma zu ihren Erinnerungen an die Kriegszeit durch. Das Ziel ist, auf Basis unserer Erinnerungskulturen unsere Kulturen einander näher zu bringen, was vor allem angesichts der momentanen politischen Lage auch uns SchülerInnen wichtig erscheint.

In diesem Zusammenhang besuchten wir nicht nur die für Sankt-Petersburger wichtige Gedenkstätten und Erinnerungsorte, wie z.B. das Blockademuseum und den Platz des Sieges, sondern lernten auch alternative Organisationen kennen, die anders erinnern –wie die Menschrechtsorganisation „Memorial“.

Neben der Arbeit am Projekt hatten wir natürlich auch die Möglichkeit, Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Da Sankt-Petersburg eines der großen und schönsten kulturellen Zentren Europas ist, hatten wir eine sehr lange To-Do-Liste. So sind wir nicht nur die Hauptstraße Nevskij Prospekt und an den Ufern der wunderschönen Neva entlang spaziert, sondern haben z.B. die größte Kirche Sankt-Petersburgs – die Issaaks-Kathedrale und die Ermitage, eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt, besucht.

Wir haben sehr viele positive Eindrücke gewonnen, viel Neues über Russland gelernt und viel Spaß mit unseren AustauschpartnerInnen gehabt. Und nun freuen wir uns auf die Ankunft unserer AustauschpartnerInnen in November, um Ihnen unser Hamburg von seinen schönsten Seiten zu zeigen und um weiter an unserem Projekt zu arbeiten.

Die Ergebnisse unseres Austausches präsentieren wir gemeinsam mit unseren russischen AustauschpartnerInnen am Donnerstag, den 12. November, um 18:00 Uhr im Rahmen einer kleinen Abendveranstaltung im Walddörfer-Gymnasium. Alle Interessierte sind herzlich eingeladen!

 

Maximilian, 10B

 

Hong Kong-Austausch 2015

Wir haben in diesem Schuljahr erstmalig einen zweiwöchigen Austausch mit der German Swiss International School in Hongkong durchgeführt. Dabei handelte es sich um eine 15köpfige Schülergruppe unserer Schule, die kurz vor den Sommerferien für zwei Wochen ihre asiatischen Gastschüler beherbergte, bevor es dann im Oktober für 14 Tage nach Hongkong ging.

Das „Pilotprojekt Hongkong“ wurde von beiden Schulen mit großer Begeisterung aufgenommen und soll nun fest in das Austauschangebot des WdGs etabliert werden.

Artikel über den Austausch von Felice (9f)

„Hong Kong ist unglaublich, exotisch, britisch, glitzernd, anders, modern, gegensätzlich, wunderbar, krass, rücksichtslos.

Das alles haben wir, 15 Schülerinnen und Schüler der sechs neunten Klassen, festgestellt, als wir im Oktober zwei Wochen als Austauschschüler dort verbringen durften. Unsere Schule, das Walddörfer Gymnasium, hat den Austausch dieses Jahr zum ersten Mal angeboten, und nach einigen Startschwierigkeiten wurden wir im Juni dieses Jahres von fünf Schülern der GSIS German Swiss International School in Hong Kong besucht. Vier Monate später dann war es an uns, die Reise auf die andere Seite der Welt anzutreten.

Schon am Flughafen wurden wir sehr herzlich von unseren Austauschschülern und Gastfamilien empfangen, die uns in den zwei Wochen lang einen Einblick in ihre Kultur, ihren Alltag und ihre Stadt geben sollten. Aber wir waren auch in der Schule und haben dabei den Unterricht kennengelernt.

Nachmittags haben wir mehrere Ausflüge mit der ganzen Austauschgruppe gemacht. Zusammen sind wir von der Schule auf den Peak, den höchsten Berg Hong Kongs, gewandert, waren im Ocean Park und haben den Big Buddha, eine zwanzig Meter hohe Buddhastatue, besichtigt.

Und als ob das nicht schon gereicht hätte, haben wir natürlich auch am Wochenende mit unseren Gastfamilien oder Freunden Ausflüge gemacht.

Trotzdem waren das Entscheidende eigentlich gar nicht all die Wolkenkratzer, die wir gesehen, und die Stäbchen, mit denen wir gegessen haben. Wir haben Freundschaften geschlossen, nicht nur mit unseren Austauschschülern, sondern auch mit unseren Klassenkameraden in der Schule dort. Und auch wir Hamburger, die vielleicht gerade mal als Stufenkameraden hingefahren sind, kamen als Freunde wieder.

Diese zwei Wochen waren für uns eine unvergessliche Erfahrung, die uns Schüler zu Abenteurern und Entdeckern in einer neuen Kultur gemacht hat.

Wir hoffen sehr, dass sich der Austausch in den nächsten Jahren fest etabliert und zu einer Art Tradition wird, damit noch mehr Schüler die Möglichkeit haben, diese großartige Erfahrung zu machen.

Ein Wort zum Schluss: Muss man dafür eigentlich Chinesisch können? Nein. Der Austausch ist mit einer internationalen Schule, weshalb die Muttersprache der Schüler dort in der Regel Englisch ist, und auch sonst kommt man dort mit Englisch gut zurecht.“

Felice (9f)