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Lehrkunst trifft Lernkunst – 3. Internationale Summerschool am WdG

 

Die Welt ist voller Wissen, aber was davon ist für Schüler und Schülerinnen wirklich wichtig? Zu dieser Frage tagten Wissenschaftler und Praktiker aus dem Bundesgebiet, aus der Schweiz und aus Österreich drei Tage lang am Walddörfer-Gymnasium.

Forschendes Lernen zur Nuss? In der Lehrkunstdidaktik werden Meisterstücke guten Unterrichts konzipiert. Wenn man zeigt, wie in der Nuss der ganze Baum steckt, wie sich die Nuss im Wald durchsetzt, wie sie zum ökologischen Gleichgewicht beiträgt, vertieft man das Weltverständnis seiner Schülerinnen und Schüler. Die eigene Intelligenz dabei mit allen Sinnen zu nutzen, Inhalte anschaulich und nachhaltig zu erarbeiten, darum geht es. Klingt zu schön, um im stressigen Schulalltag wahr zu werden? Dr. Mario Gerwig, Leiter der Summerschool 2019 erläutert: „Die Kerze in der Klassenmitte brennt. Nichts Besonderes. Dann zeigt der Unterricht, wie alle im Weltall wirkenden Kräfte hier zum Tragen kommen, in dieser Kerze. Am Ende der Einheit wissen die Schüler auch, wie Stoffwechsel funktioniert, obwohl der Begriff Biochemie gar nicht gefallen ist.“ Ziel der Summerschool ist es, solche Lehrkunst-Stücke zusammenzutragen, weiterzutragen. Lehrkunst trifft Lernkunst – 3. Internationale Summerschool am WdG weiterlesen

Bienvenidos, barceloneses!

Die Schüler*innen der 9. Klassen freuten sich gestern, ihre Gastschüler*innen aus Barcelona am Flughafen abzuholen.Herzlich Willkommen und eine erfüllte Zeit in Hamburg wünscht das ganze WdG.

Damit hat das WdG in der nächsten Woche gleichzeitig Besuch von Partnerschulen aus drei Städten: Madrid, Hongkong und Barcelona. Und da September die beste Reisezeit ist, besuchen Schüler*innen der 9. und 10. Klassen in der nächsten Woche unsere Partnerschulen in Vienne und St. Peterburg. Auch die Profile der Oberstufe (S3) fahren zu unterschiedlichen Zielen in ganz Europa. Um möglichst klimafreundlich zu reisen, wurde in diesem Jahr entschieden Prag, Wien, Budapest und den Norden Norwegens vor allem per Bahn anzusteuern, auch wenn das mitunter eine bis zu 26stündige Fahrt bedeutet. Die Schulleitung und das Kollegium des WdG wünschen allen eine gute, erfahrungs- und erkenntnisreiche Reise.

Erste Eindrücke aus St. Petersburg

 

Am Mittwoch sind wir abends in Russland angekommen und am Flughafen von unseren Austauschpartnern empfangen worden. Nach der anstrengenden Reise sind wir nur noch mit unseren Gastfamilien nach Hause gefahren, haben gegessen und sind dann auch schon schlafen gegangen. Am nächsten Tag sind wir am Morgen mit unseren Gastgeber*innen zur Schule gegangen und haben dort die Themen für unsere Projekte eingeteilt. Das übergeordnete Thema dieses Jahr ist „Nachhaltigkeit“. Danach haben wir, während unsere Partner Schule haben, ein Museum für Straßenbahnen besucht. Nachdem wir uns wieder mit unseren russischen Austauschschüler*innen getroffen haben, sind wir den Nachmittag über durch St. Petersburg gelaufen und haben uns die Stadt angeschaut.  Erste Eindrücke aus St. Petersburg weiterlesen

Bienvenidos, madrileños. Welcome to our guests from Hongkong.

 

In dieser Woche begrüßen wir am WdG gleich zwei Delegationen von Partnerschulen. Bereits am Wochenende landeten Schüler*innen unserer Partnerschule in Hongkong und wurden von ihren Gastgeber*innen aus den 10. Klassen in Empfang genommen. Gestern holten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen ihre Gäste aus Madrid vom Flughafen Fuhlsbüttel ab. Wir wünschen allen Gästen einen schönen und erfahrungsreichen Aufenthalt in Hamburg.

Resonantes Lernen am WdG wird zum Gegenstand der Forschung

„Education in an Era of Risk – the Role of Educational Research for the Future“ – dies war der Titel der diesjährigen Konferenz der European Educational Research Association (ECER) in Hamburg. Die größte europäische erziehungswissenschaftliche Konferenz fand vom 3.-.6. September in Hamburg statt und auch das WdG war vertreten. Dr. Jule Böhmer und Dr. Johanna Tewes präsentierten in ihrem Vortrag ˮDesigning a ʻresonant learning cultureʼ – Linking analog and digital ways“ den Schulentwicklungsprozess, den das WdG eingeschlagen hat, um zeitgemäße Bildung zu gestalten. Zentrale Themen waren die Förderung des selbstbestimmten Lernens im Kontext von Studienzeit, Kabinettsystem und der Einführung der Lernplattform Itslearning. Die hier gesammelten Erfahrungen stießen auf großes Interesse im nationalen und internationalen Austausch.

Goofy nach Hamburg übersiedelt

Als die Klasse 8 c im Juni auf ihrer Klassenfahrt in Tirol die Geburt eines kleinen Stieres erlebte, verliebten sich die Schüler*innen sofort in das Tier und durften ihm als Taufpaten den Namen Goofy geben. Das Kalb war für die Mästung vorgesehen und wäre in wenigen Monaten schlachtreif gewesen. Doch die Schüler*innen nehmen ihr Patenamt so ernst, dass sie dem Kalb ermöglichen wollen, zum Stier aufwachsen zu können. In Kooperation mit dem Museumsdorf Volksdorf wurde das Projekt entwickelt, den Stier bis zur Schlachtreife artgerecht aufwachsen zu lassen. Die Schüler*innen pflegen das Tier in wöchentlichen Diensten und können so lernen, woher ihre Nahrung kommt und wie aufwendig die Fleischproduktion ist. Über die erste Verliebtheit und den natürlichen, aber aus landwirtschaftlicher Sicht vielleicht auch etwas naiven Impuls, das Tier retten zu wollen, wachsen die Neuntklässler*innen hinaus zu einem reflektierten und wertschätzenden Umgang mit einem Nutztier, das Goofy bei aller Liebe, die ihm begegnet, auch bleibt.

Diese Woche ist Goofy von einer Delegation der Schüler*innen gemeinsam mit ihren Klassenlehrer*innen und einem Bauern aus der Umgebung nach Hamburg gebracht worden oder, wie man in Österreich so schön sagt, er ist „übersiedelt“.

„If The World Were A 100 People“ – ein Planspiel der Amnesty International-AG

 

Rund 100 Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse versammelten sich am vergangenen Mittwoch auf dem Sportplatz, denn die Amnesty International-AG hatte sich ein großes Projekt ausgedacht. If The World Were A 100 People, ein Planspiel, in dem alle Schülerinnen und Schüler für einen kurzen Augenblick jemand ganz anderes waren. Manche wurden plötzlich weiblich, obwohl sie eigentlich männlich sind, und manche kamen ganz plötzlich aus Asien und sprachen Mandarin als Muttersprache. Jede Schülerin, jeder Schüler musste sich z. B. in unterschiedliche Lebensstandards einfinden: so hatten 14 Schüler*innen keinen Zugang mehr zu Trinkwasser.

Mit diesem Planspiel wollte die Amnesty International-AG auf die herrschenden Ungleichheiten in dieser Welt aufmerksam machen und vor allem unsere privilegierte Situation als Schüler*innen in Volksdorf aufzeigen. (Julia D., Jg. 12 für die Amnesty International AG)