Goofy nach Hamburg übersiedelt

Als die Klasse 8 c im Juni auf ihrer Klassenfahrt in Tirol die Geburt eines kleinen Stieres erlebte, verliebten sich die Schüler*innen sofort in das Tier und durften ihm als Taufpaten den Namen Goofy geben. Das Kalb war für die Mästung vorgesehen und wäre in wenigen Monaten schlachtreif gewesen. Doch die Schüler*innen nehmen ihr Patenamt so ernst, dass sie dem Kalb ermöglichen wollen, zum Stier aufwachsen zu können. In Kooperation mit dem Museumsdorf Volksdorf wurde das Projekt entwickelt, den Stier bis zur Schlachtreife artgerecht aufwachsen zu lassen. Die Schüler*innen pflegen das Tier in wöchentlichen Diensten und können so lernen, woher ihre Nahrung kommt und wie aufwendig die Fleischproduktion ist. Über die erste Verliebtheit und den natürlichen, aber aus landwirtschaftlicher Sicht vielleicht auch etwas naiven Impuls, das Tier retten zu wollen, wachsen die Neuntklässler*innen hinaus zu einem reflektierten und wertschätzenden Umgang mit einem Nutztier, das Goofy bei aller Liebe, die ihm begegnet, auch bleibt.

Diese Woche ist Goofy von einer Delegation der Schüler*innen gemeinsam mit ihren Klassenlehrer*innen und einem Bauern aus der Umgebung nach Hamburg gebracht worden oder, wie man in Österreich so schön sagt, er ist „übersiedelt“.